Klaus I. Meyer

Aus Eichepedia

NameKlaus I. Meyer

  • Zunftrat 1976-1998
  • Erster 1. Zunftmeister 1976-1998
  • Ehrenzünfter seit 1998
  • Zunftvater Klaus I. und Anna die Sportliche 2002

Erster Zunftmeister

Klaus kam praktisch wie die Jungfrau zum Kind in die Fänge der Hünenbürger Fasnacht.

Er war anfänglich noch im Komitee der alten Fasnachtsgesellschaft tätig und nach deren Ausplämpeln, gehörte er zu den Initianten der Eiche Zunft. Und weil man der Ansicht war, dass ein Baselbieter Fasnachtsgene habe, wählte ihn mich am 29. April 1976 zum Ersten Zunftmeister.

Zusammen mit seinen Zunfträtinnen und Zunfträten baute er ein gutgelungenes Gefüge auf, das sich jährlich vervollkommnete.

Als Beispiel: Bei der ersten von Inthronisation von Josef I. und Anna hatte er praktisch kaum etwas zu tun. Josef und Anna kamen im Ornat auf die Bühne (das heisst nur Josef hatte ein zünftiges Gewand, Anna in Schwarz) und Klaus sagte einige Worte zum Zunftvater (ja die Zunftmutter wurde damals noch kaum speziell, erwähnt, was heute kaum noch vorstellbar ist). ^

Die letzte von ihm geführte Inthro hingegen war zu einer veritablen Fasnachts-Show geworden. Besonders geblieben ist ihm die Inthro unter dem, Thema „Venedig“ mit dem Zunftchörli (nicht zu verwechseln mit dem später entstandenen Zunftvaterchor). Übrigens begingen sie im Venedigjahr den Zunftball auf dem Zugerseeschiff auf dem Zugersee.

Klaus erlebte die Entstehung des Gwändli, des Eichefrässers, der Kafisüüdi, des Zunftmärchens, der Eich(l)e-Suppe, des Fährimaa, der Marronimänner usw. und vor allem lernte er das Lügen ohne rot zu werden oder eben zu Schweigen, wenn es um den Namen des kommenden Zunftvaters ging.

Jubiläumsbuch
Jubiläumsbuch "Dasch ä Läbe!

2001 Jubiläumsbuch «Dasch ä Läbe!»

Klaus I. Meyer ist zusammen mit, Cäsar Rossi, Daniel Schwerzmann und Fränzi Werder für die Texte im Jubiläumsbuch «Dasch ä Läbe!» zum 25 Jahr Jubiläum der Eichezunft verantwortlich.

Zunftpaar

Klaus und Anna Meyer die Sportliche prägen die Hünenberger Fasnacht im Jahr 2002 als Zunftpaar der Eichezunft. Das Amtsjahr bleibt beiden nicht nur wegen vieler schöner Begegnungen, sondern auch wegen einiger humorvoller Begebenheiten in Erinnerung.

Der Beiname «die Sportliche» entsteht durch das langjährige Engagement von Anna als Lehrerin im Rony. Dort führt sie das Minivolleyball ein und fördert zahlreiche Kinder für den Sport. Dem Beinamen bleibt sie bis heute treu. Während früher Volleyball im Mittelpunkt steht, gehören später Tennisbälle zu ihren wichtigsten Sportgeräten. Passend dazu sind diese oft in einer der Zunftfarben gehalten: Gelb.

Auch viele Jahre nach ihrem Amtsjahr bleibt Anna die Sportliche sportlich aktiv. Im Jahr 2025 zählt sie in ihrer Alterskategorie zu den zehn bestplatzierten Spielerinnen im Schweizer Tennisranking.

Ein Spiegel der damaligen Zeit

Das Amtsjahr 2002 zeigt auch, wie sich die Rolle der Zunftmutter im Laufe der Jahre verändert hat. Damals steht der Zunftvater oft stärker im Mittelpunkt als die Zunftmutter. An der Inthronisation erhält Klaus I. einen erhöhten Sitzplatz, während Anna die Sportliche auf einem kleineren Nebensitz Platz nimmt.

Auch nach der Inthronisation zeigt sich dieses Rollenverständnis. Vor dem Wohnhaus des Zunftpaars wird eine Hinweistafel aufgestellt, auf der lediglich «Zunftvater Klaus I.» erwähnt wird. Der Name von Anna der Sportlichen fehlt.

Die Tafel sorgt jedoch für einen unerwarteten und humorvollen Moment. Da die St. Wolfgangstrasse eine beliebte Veloroute ist, halten zwei vorbeifahrende Velofahrer die Beschriftung für eine Geburtsanzeige. Einer der beiden soll daraufhin gesagt haben: «Nei, wie cha mer au hützutags es Chind Chlausi taufe.»

Dass bei einem Besuch einer Nachbargemeinde nur Klaus I. als Zunftvater begrüsst wurde, Anna die Sportliche hingegen nicht, war ein Zeichen jener Zeit. Heute hat sich das verändert: Es lebe die Gleichwertigkeit.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Juni 2026 geändert.