Jack I. Estermann
Jack I. und Rita die Freundliche prägen als Zunftpaar 2007 die Hünenberger Fasnacht mit viel Kreativität, Herzblut und langjährigem Engagement für die Eichezunft. Besonders die emotionalen Begegnungen während des Amtsjahres bleiben dem Paar bis heute in bester Erinnerung.
Jack I. wird am 24. Dezember 1942 auf dem idyllisch gelegenen Bauernhof Bethlehem in Hildisrieden geboren. Damals trägt er noch den Namen Jakob Johann. Während sieben Jahren in Genf wird aus Jakob Johann jedoch kurzerhand Jack – ein Name, der bis heute geblieben ist. In Genf lernen sich Jack I. und Rita die Freundliche kennen. Rita wächst in Thalwil auf. Nach der Hochzeit zieht die Familie zunächst ins Zugerland und später dann nach Hünenberg. Gemeinsam haben sie die beiden Kinder Cornelia und Adrian, die in Hünenberg zur Schule gehen.
Der Weg zur Eichezunft
Der Kontakt zur Eichezunft entsteht über die Schule. Die Kinder besuchen die Klasse von Klaus Meyer, der damals als prägende Persönlichkeit der Eichezunft gilt. Sohn Adrian tritt bereits 1988 an der Inthronisation mit seiner Klarinette auf und begeistert das Publikum im Heirisaal.
Von 1987 bis 1999 wirkt Jack aktiv im Zunftrat mit. Seine Spezialitäten sind Dekorationen, Kulissen und technische Überraschungen für die Inthronisationen. Zudem übernimmt er das Amt des Säckelmeisters der Eichezunft.
Auch Rita engagiert sich während vieler Jahre aktiv für die Zunft. Sie singt im Inthrochörli unter der Leitung von Klaus Meyer und fertigt zahlreiche Kostüme, Hüte sowie grosse Stoffeicheln für den Umzugswagen an.
Die Anfrage zum Zunftpaar
Mit dem Übergang in die Pensionierung erreicht Jack I. und Rita die Freundliche die Anfrage für das Amt des Zunftpaares. Die Entscheidung wird ausführlich diskutiert – allerdings fernab neugieriger Ohren.
Während einer Wochenend-Bergtour auf den Rossstock führen die beiden ihre geheime Diskussion über die Frage «Zunftpaar ja oder nein». Dort oben ist sichergestellt, dass niemand zufällig etwas von den Überlegungen mitbekommt.
Erinnerungen an das Amtsjahr
Das Amtsjahr 2007 bleibt dem Zunftpaar mit vielen besonderen Momenten in Erinnerung. Besonders die Besuche in den Kindergärten berühren die beiden nachhaltig.
Einen bleibenden Eindruck hinterlässt auch der Meisterchor unter der Leitung von Klaus Meyer. Die eigens auf das Zunftpaar zugeschnittenen Lieder sorgen immer wieder für emotionale Momente.
Unvergessen bleibt zudem der Besuch im Altersheim. Während des Umbaus des Chamer Altersheims findet der Anlass im Kloster Heiligkreuz statt. Dort erhält Jack I. die Gelegenheit, mit der legendären Marie Brun ein Tänzli zu machen. Darüber freut sie sich sichtlich. Sie trägt Finken, während Jack I. in seinen Lackschuhen tanzt.
Als Höhepunkt des Amtsjahres bleibt der Fasnachtsumzug mit den Fangruppen und der Verbrennung des Eichefrässers auf der Hebebühne in Erinnerung. Besonders eindrücklich sind der weite Ausblick und der sensationelle Sonnenuntergang. Bis heute bedauert das Zunftpaar einzig, keinen Fotoapparat dabeigehabt zu haben.
Die Zusage für das Amt bereuen Jack I. und Rita die Freundliche nie. Noch heute verbinden sie viele schöne Erinnerungen mit dieser Zeit.
Inthronisation und «Eiche proscht»
Als ehemaliges Mitglied des Zunftrats weiss Jack I. bereits genau, wie eine Inthronisation abläuft. Das Thema «Gefängnis» bleibt für das Zunftpaar jedoch bis zuletzt eine Überraschung. Einen zusätzlichen Trinkspruch zum «Eiche proscht» gibt es damals noch nicht. Das sei damals schlicht «richtig sec» gewesen, erinnert sich Jack I. schmunzelnd.
Die kleinen Eichefrässerli Auch Jahrzehnte später bleibt Jack I. der Eichezunft eng verbunden. Bis heute fertigt er die beliebten kleinen Eichefrässerli an, die innerhalb der Zunft bis heute begehrt sind.
Diese Seite wurde zuletzt am 25. Juni 2026 geändert.
