Kindergartenbesuche
Am Schmutzigen Donnerstag besucht die Eichezunft die Kindergärten. Fällt der Schmutzige Donnerstag in die Sportferien, wird dieser schöne Brauch auf den Freitag vor den Schulferien vorgezogen. Die ebenfalls kostümierten Kindergartenlehrpersonen studieren den Empfang gemeinsam mit den Kindern ein und gestalten ihn individuell. Es wird gesungen oder getanzt. Im Kemmatten wird das Eichevolk von den Kemmattenschränzern abgeholt, andernorts stehen die Kinder Spalier.
Die Anfänge im Jahr 1978
1978 besuchen Zunftvater Karl I. und Lydia Scherer erstmals die Kindergärten. In den Anfangsjahren darf die Eichezunft am Morgen jeweils einzeln die Kindergärten Pavillon Dorf, Moos und Mattenboden besuchen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wird das Zunftpaar mit Gefolge zudem im Kindergarten Kemmatten empfangen.
Die Zeit in den einzelnen Kindergärten vergeht viel zu schnell, und die Eichezunft muss bereits weiterziehen. Um den Besuch zu optimieren, beschliesst der Zunftrat gemeinsam mit den Kindergartenlehrpersonen, die Besuche auf zwei Kindergärten zu beschränken. Das bedeutet, dass sich die Kindergärten Dorf gemeinsam in der Aula des Schulhauses Rony versammeln und die Kindergärten Hünenberg See in der Aula des Schulhauses Kemmatten sowie später in der Aula Eichmatt. So bleibt genügend Zeit, die Darbietungen der Kinder und den Besuch in Ruhe zu geniessen.
Besuch mit Einhörnern und Programm
Seit 2006 begleiten die zwei Einhörner das Zunftpaar. Während des Besuchs darf das Zunftpaar, eingerahmt von den Einhörnern, auf einer hübsch dekorierten Bühne sitzen. Die Kindergartenkinder nehmen vor der Bühne auf dem Boden Platz und das Zunftvolk im Publikum.
Das Zunftpaar löst Rätsel, macht bei Spielen mit und liest die Geschichte des Eichefrässers vor. Bilder aus dem Zunftbuch «Dasch ä Läbe» werden dazu auf der Leinwand gezeigt. Als Dank wird es mit Gesang und Tanz der Kinder belohnt. Zum Schluss erhält das Zunftpaar ein bleibendes Geschenk der Kinder, das sie selbst gebastelt oder gemalt haben.
Auch das Zunftpaar kommt nicht mit leeren Händen. Jedes Kind erhält ein Znüni, ein feines Schoggibrötli. Beim Abschied glänzen nicht nur viele Kinderaugen, auch jene der Besucher strahlen zurück.
Diese Seite wurde zuletzt am 25. April 2026 geändert.