Inthronisation 2026
Die Inthronisation der Eichezunft Hünenberg vom 24. Januar 2026 steht ganz im Zeichen des fünfzigjährigen Jubiläums. Ein Theaterstück führt das Publikum zurück ins Gründungsjahr 1976, greift gesellschaftliche Themen jener Zeit auf und mündet in der Bekanntgabe des neuen Zunftpaar
Vorspann im Hier und Jetzt
Der Vorspann des Abends spielt noch in der Gegenwart. Er zeigt eine vorbereitende Sitzung des Zunftrates für die Jubiläumsinthronisation. Der aktuelle Zunftrat stellt sich dabei selbst dar und diskutiert, welches Thema sich für den Vorspann eignen könnte. Zunftmeister Michael Werder äussert den Wunsch, einmal eine versteckte Kamera einzubauen, ohne zu ahnen, dass er selbst wenige Tage später zum Hauptdarsteller wird.

Der gesamte Zunftrat weiss bereits im Voraus, dass Michael Werder an der Inthronisation der Letzibuzäli zum Fasnächtler des Jahres 2026 gekürt wird.

Nur er selbst weiss nichts davon. So filmt der Zunftrat heimlich mit, als Michael erfährt, welche Auszeichnung er erhält. Der Vorspann erklärt, wie es zu dieser Aktion kommt und ergänzt die Geschichte mit zahlreichen Episoden aus Hünenberg. Dabei erhält auch die Gemeindeverwaltung immer wieder einen augenzwinkernden Denkanstoss. Das Publikum lacht viel und geniesst das fasnächtliche Theater sichtlich.
Die Inthronisation im Jahr 1976

Nach einem feinen Znacht beginnt die eigentliche Inthronisation. Die Kulisse macht rasch klar, dass sich die Handlung im Jahr 1976 abspielt, in einer typischen Wohnsiedlung der siebziger Jahre. Im Zentrum steht ein Mehrfamilienhaus, dessen Waschküche sich als wahre Gerüchteküche entpuppt. Lautstark wird über den Waschplan gestritten, während sich die Hausbewohner:innen gegenseitig beobachten.
Nach und nach zeigt sich, dass die siebziger Jahre von grossen gesellschaftlichen Fragen geprägt sind. Während die Grossmutter des Hauses die Atomenergie als moderne Errungenschaft preist, formiert sich bei den jungen Bewohner:innen einer Wohngemeinschaft Widerstand. Als diese gegen das geplante Atomkraftwerk in Kaiseraugst demonstrieren, sorgt dies bei der konservativen Grossmutter für grosses Unverständnis. Der Konflikt spitzt sich zu, als auch ihr Grosskind beginnt, sich dem Widerstand anzuschliessen.
Verwechslungen und versteckte Kamera

Die Grossmutter ist eine begeisterte Zuschauerin der Sendung «Aktenzeichen XY ungelöst» und vermutet bei jeder Unstimmigkeit im Haus ein schweres Verbrechen. Sie verdächtigt Luigi von nebenan, ein radikaler Hausbesetzer zu sein, obwohl er lediglich die Nachbarswohnung renoviert. Zunehmend verschwimmen bei ihr Realität und Fantasie. Schliesslich stellt sich heraus, dass sie Opfer der Sendung Teleboy wird und selbst Ziel einer versteckten Kamera ist. Der gesamte Wohnblock beteiligt sich an der Aktion, um ihr einen Spiegel vorzuhalten.

Als kleine Wiedergutmachung lernt sie den «echten» Eduard aus Aktenzeichen XY kennen. Dabei erinnert sie sich an ihre eigene Jugend, in der sie sich engagiert für Frauenrechte einsetzt und ihre Mutter ein grosses Vorbild ist. Diese Erkenntnis führt dazu, dass sich die Hausbewohner:innen wieder annähern.
Höhepunkt und neues Zunftpaar

Die Inthronisation endet mit einer grossen Feier, bei der sich die Bewohner:innen des Hauses versöhnen und erkennen, dass sie mehr verbindet, als sie denken. Schliesslich ziehen die neuen Nachbarn in die Wohnung ein, nach denen während des gesamten Theaterstücks gesucht wird. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um das neue Zunftpaar handelt. Mit der Bekanntgabe von Hampi I. und Susanne die Feiernde erreicht die Inthronisation 2026 ihren Höhepunkt. Das Eichevolk blickt mit grosser Vorfreude auf die kommende Fasnacht unter ihrer Führung.
Hampi I. und Susanne die Feiernde

Susanne die Feiernde wächst in Hünenberg auf, arbeitet heute selbständig als Kosmetikerin und bringt mit Nina und Lena zwei fasnächtlich engagierte Töchter in die Ehe. Die familiäre Verbindung zur Zunft ist stark, da ihre Eltern Rosmarie die Herzliche und Hans III. das Amt des Zunftpaares bereits vor fünfunddreissig Jahren ausüben. Hampi I. wächst in Schüpfheim auf und ist als Bauleiter und Projektleiter tätig sowie Inhaber einer eigenen Firma. Durch seine langjährige Tätigkeit im Zunftrat bringt er wertvolle Erfahrung in sein Amt ein. Gemeinsam lebt das Zunftpaar in Hünenberg See und teilt die Freude am Skifahren, an Ausfahrten mit dem eigenen Boot auf dem Zugersee und an Weinreisen mit dem Oldtimer.
Diese Seite wurde zuletzt am 18. Mai 2026 geändert.
