Holzete

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Holzete

Woher kommt eigentlich das Holz für das grosse Feuer am Fasnachtsdienstag? Und wer sammelt es? Der Zunftrat wäre nicht der Zunftrat der Eichezunft, wenn er aus dieser strengen Arbeit nicht zugleich einen geselligen Anlass machen würde, bei dem sich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden lässt.

Holzete
Holzete

In den Gründerzeiten der Eichezunft macht sich jeweils am Fasnachtsmontagmorgen der Zunftrat gemeinsam mit dem neuen Zunftpaar nach einem nahrhaften Frühstück auf den Weg in den Wald, um Fallholz zu sammeln. Ob lang oder kurz, verästelt oder astlos: fast alles wird mit schwerem Schritt zum Ladewagen getragen. Dort wird das Holz unter kundigen Händen und mit der Motorsäge zerkleinert und fachgerecht aufgeladen. Schwer beladen erfolgt anschliessend der Transport zum Werkhof, wo das gesammelte Holz zwischengelagert wird. Am Dienstagmorgen wird es zum Brandplatz gebracht und zu einem mächtigen Feuerhaufen aufgeschichtet.

Geselligkeit im Wald

Nach getaner Arbeit trifft man sich am Mittag im Böscherswäldli in der heimeligen Hütte von Bruno und Franziska Werder. Die traditionelle Gulaschsuppe, gekocht von den Zunfthühnern Fränzi Werder, Rita Huwyler und Brigitte Baumgartner, ein Glas Wein oder zwei, ein Kaffee sowie die Gelegenheit, das vergangene Fasnachtswochenende Revue passieren zu lassen, machen dieses Zusammensein zu einem echten Zunftanlass.

Schon bald steht der nächste fasnächtliche Höhepunkt an: der Besuch der Altersfasnacht im Saal Heinrich von Hünenberg, wo die Zunft von zahlreichen rüstigen Seniorinnen und Senioren herzlich erwartet wird – nicht zuletzt, weil der Zunftvater nie mit leeren Händen erscheint.

Veränderungen im Laufe der Zeit

Im Laufe der Zeit hat sich dieser Anlass jedoch verändert. Bereits seit Längerem wird das Holz am Fasnachtsfreitag gesammelt. Dabei begeben sich immer wieder einzelne Gruppen von schräg verkleideten Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern in den Böscherwald, um tatkräftig mitzuhelfen. Diese Gruppen stehen meist dem Zunftpaar nahe und geben dabei nicht selten auch amüsante Einblicke aus deren Privatleben preis.

Auch die Verpflegung hat sich gewandelt: Aus der einstigen Gulaschsuppe wird später ein «Spatz» und heute eine nahrhafte Bündner Gerstensuppe. Zusätzlich werden Würste zum Selbergrillieren angeboten. Da am Freitagnachmittag der Umzug in Steinhausen stattfindet, an dem die Zunft mit zahlreichen Mitgliedern teilnimmt, bleibt in der Waldhütte weniger Zeit zum Verweilen.

Tradition mit Bestand

Trotz dieser Veränderungen ist die Holzete ein fester Bestandteil der Fasnacht geblieben. Noch immer steht im Zentrum, gemeinsam anzupacken und eine gute Zeit miteinander zu verbringen, ganz im Sinne der gelebten Zunfttradition.

Diese Seite wurde zuletzt am 21. Mai 2026 geändert.

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