Urs II. Hürlimann
Urs II. und Regula die Lebenslustige prägen im Jahr 2006 die Hünenberger Fasnacht als Zunftpaar der Eichezunft. Ihr Amtsjahr bleibt ihnen als herzliches, spannendes und humorvolles Erlebnis voller Begegnungen in Erinnerung.
Urs II. ist im Jahr 2006 Brigadier der Schweizer Armee und wird 2012 Regierungsrat.
Regula die Lebenslustige ist 2006 Gemeinderätin und Schulpräsidentin. Von 2011 bis 2017 hat sie das Amt der Gemeindepräsidentin inne.
Seit 1991 wohnen Urs II. und Regula die Lebenslustige in Hünenberg. Damals ziehen sie mit ihren drei Kindern Claudio, Nina und Marisa in die Gemeinde.
Eine geheimnisvolle Anfrage
Der Kontakt zur Eichezunft entsteht auf besondere Weise. Urs II. und Regula die Lebenslustige werden von einem Zunftrat zu einer geheimen Sitzung eingeladen, ohne den genauen Inhalt der Traktanden zu kennen. Zwei Zunfträte holen sie bei der Weinrebenkapelle ab und fahren mit ihnen an einen unbekannten Ort.
In einem schönen Restaurant am Vierwaldstättersee treffen sie scheinbar zufällig auf den restlichen Zunftrat. Dort gibt es nur ein Traktandum, dafür ein schwergewichtiges: ob Urs II. und Regula die Lebenslustige das neue Zunftpaar werden möchten. Die Antwort ist bekannt.
Geehrt und überrascht
Die Anfrage der Eichezunft überrascht und ehrt Urs II. und Regula die Lebenslustige sehr. Überraschend ist sie auch deshalb, weil die beiden damals noch keine Mitglieder der Zunft sind. Dennoch kennen sie viele Zünfterinnen und Zünfter und besuchen regelmässig die Inthronisation.
Regula die Lebenslustige verbindet mit der Zusage auch einen besonderen Wunsch: Gleichberechtigung für das Zunftpaar. Dazu gehört, dass auch die Zunftmutter an der Inthronisation auf einem Thron sitzen darf. Ebenso wünscht sie sich, das Eiche Proscht gemeinsam mit dem Zunftvater anstimmen zu dürfen, denn dieses ist damals hauptsächlich den Zunftvätern vorbehalten. Heute ist das selbstverständlich.
Ein Amtsjahr voller Höhepunkte
Besonders geschätzt werden die Tages- und Nachtbegleitungen durch ausgewählte Zunfträte an die verschiedenen Anlässe. Die speziell beschrifteten Federkissen von Zunftrat Martin Spillmann leisten bei später Heimfahrt gute Dienste. Ob einzelne Zunfträte noch immer unter Schlafmangel leiden, ist nicht bekannt. Sicher ist nur: Urs II. muss überall noch das Licht löschen.
Das Jahr als Zunftpaar und besonders die Fasnachtszeit bestehen aus vielen Höhepunkten. Zunftpaar sein zu dürfen bedeutet für Urs II. und Regula die Lebenslustige, ein unvergessliches, herzliches, spannendes, lustiges und abenteuerliches Jahr in Amt und Würde zu erleben. Dazu gehört auch, viele engagierte Zünfterinnen und Zünfter kennenzulernen.
Geheimhaltung mit Hindernissen
Die Geheimhaltung fällt Urs II., der in dieser Zeit in Bern arbeitet, etwas leichter als Regula die Lebenslustige, die im Dorf unterwegs ist. Besonders heikel wird es beim Getränkeeinkauf für die Gästebewirtung zuhause.
Im Getränkeladen stehen Urs II. und Regula die Lebenslustige mit viel Wein, Bier und vielleicht auch etwas Wasser auf dem Einkaufswagen, als ein ehemaliges Zunftpaar das Geschäft betritt. Sofort werden sie nervös und erklären dem Verkäufer, dass sie das Geschäft fluchtartig ohne Getränke verlassen müssen, später aber zurückkommen. Hildegard die Gesellige und Charly hätten den Braten sonst wohl sehr schnell gerochen.
Wettlöffele als Zunftpaar Geschenk
Das Zunftpaar-Geschenk an der Inthronisation kommt gut an. Alle Anwesenden erhalten zwei Kaffeelöffel, befestigt an einem Zunftpaarbändel. So können die Löffel während der ganzen Fasnacht mitgetragen und zum Üben genutzt werden.
Ziel ist es, am Fasnachtsdienstag beim vom Zunftpaar organisierten Wettlöffele im Heirisaal zu gewinnen. Ob heute noch zuhause für das Löffele geübt wird, bleibt offen.
Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juni 2026 geändert.
