Throne

Aus Eichepedia

An einer früheren Inthronisation wird dem Zunftpaar noch ein Kirchenstuhl angeboten, um vor dem Zunftvolk zu thronen. Bald entsteht im Zunftrat die Idee eines richtigen Eichethrons. Dafür wird Ernst Weibel, Schreinermeister, kontaktiert.

Das Anforderungsprofil ist klar: Der Thron soll einen Weinglashalter haben, eine Schublade für Nägel, Ahle und Schraubenzieher bieten und auf der Rückseite genügend Platz für viele künftige gravierte Namensschilder lassen.

Die Schreinerei Weibel fertigt den Thron an. Für die Verzierung wird Franz Ghirlanda beigezogen, der das mächtige Werk mit viel Herzblut schnitzt. Im Jahr 1989 wird der Thron Hans II. überreicht. Stolz besteigt er als erster Zunftvater den Eichethron.

Zunftmutter Esther die Sonnige nimmt damals noch auf dem Kirchenstuhl Platz. Rund sieben Jahre später ändert sich dies. Seither thronen Zunftvater und Zunftmutter gemeinsam nebeneinander auf den massiven Eichenwerken.

Die Thronbringete

Am Sonntagabend nach der Inthronisation besucht der Zunftrat jeweils das nun bekannte Zunftpaar. An der sogenannten Thronbringete werden die nicht ganz kleinen Möbelstücke feierlich in ihr neues Zuhause begleitet.

In manchen Haushalten müssen dafür bereits Möbel weichen, damit die Throne Platz finden. Dort bleiben sie während des ganzen Amtsjahres beim Zunftpaar.

Die Entthronete

Am 6. Januar vor der nächsten Inthronisation wartet der Zunftrat erneut auf und holt die Throne wieder ab. Dieser Moment heisst Entthronete.

Nach einer kurzen Pause ziehen die Throne schon bald beim nächsten Zunftpaar ein, wenn es wieder heisst: «Inthro!»

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juni 2026 geändert.

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