Masken

Aus Eichepedia

In Basel nennt man sie Larve, anderswo Fasnachtsgrind, bei der Eichezunft schlicht Maske.

Zum ersten Mal wird die Maske an der Zunftversammlung im Jahr 1977 präsentiert. Damals entstehen zwei Modelle: eine männliche und eine weibliche Maske. Die männliche Variante ist etwas grösser, beide tragen jedoch den gleichen grimmigen Ausdruck.

Gerade bei den jüngsten Fasnachtsbesuchenden sorgt dieser Anblick manchmal für Respekt. Doch ohne passendes Gwändli und Maske ist das Fasnachtserlebnis für viele nicht vollständig.

Anleitung für die Herstellung der Masken.

Handarbeit für die Fasnacht

In den Anfangsjahren ist fast der gesamte Zunftrat damit beschäftigt, Masken zu basteln, zu kleben und zu bemalen. Die Herstellung braucht Geduld, handwerkliches Geschick und viele Arbeitsstunden.

Heute übernimmt ein kleines, eingespieltes Team von drei Personen diese Aufgabe. Jede Maske bleibt ein aufwendig gefertigtes Handwerksstück.

Mit der Zeit verzichtet die Zunft auf das männliche Modell. Die weibliche Maske passt auch den Männern bestens und setzt sich als einheitliches Modell durch.

Zur Fasnacht 2013 werden auf Wunsch einiger Mitglieder auch Kindermasken hergestellt. Dauerhaft durchsetzen können sie sich jedoch nicht.

Die Herstellung der Maske

Die ursprüngliche Maske stammt von Werner Hofmann. Er entwirft sie und zeigt der Zunft, wie sie fachgerecht hergestellt wird.

Die Masken entstehen aus verleimtem Papier, das sorgfältig in Form gebracht und anschliessend schwarz bemalt wird. Früher besteht jede Maske aus vier Lagen. Feine Streifen aus Maskenpapier werden in Kleister getaucht und Schicht für Schicht aufgetragen.

Heute bestehen die Masken aus drei Lagen. Die zweite Schicht wird aus Zeitungspapier gefertigt, was der Maske zusätzliche Stabilität verleiht.

Gelebte Tradition

Das handwerkliche Wissen rund um die Masken wird innerhalb der Eichezunft bis heute gepflegt und weitergegeben. Viele Arbeitsschritte folgen noch immer den bewährten Methoden der Anfangsjahre.

Jede Maske ist ein Unikat und trägt ihre eigene Handschrift. Gleichzeitig steht sie für eine Tradition, die seit Jahrzehnten zum Erscheinungsbild der Eichezunft gehört. Wer eine Maske trägt, trägt damit auch ein Stück gelebte Zunftgeschichte.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juni 2026 geändert.

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